REAKTION_Kremsmuseum

Früher war das, was vor der Haustür – im Weingarten passierte das was die Menschen und die KünstlerInnen interessierte und beschäftigte. Der Weingarten war die Basis des Wohlstandes und des bäuerlichen und damit auch des bürgerlichen Selbstverständnisses.

Der Weingartenhüter war Hüter dieses Wohlstandes und steht stellvertretend für das Lebensgefühl einer Epoche. Selbst anonym bot er Projektionsfläche für den Idealtypus des – damals - modernen Menschen. Wehrhaft und stolz, standhaft und eigentumsbewusst.

Die Arbeit greift diesen Typus und die damit verbunde romantische Menschen- und Mannesdarstellung auf und thematisiert ein in unserer Zeit relevantes Phänomen, das der Privatisierung des Wassers. War früher der Wein Wirtschaftsgut und Basis von Wohlstand, aber auch politischer Einflussnahme, so werden in unserer Zeit die Zugriffsrechte auf lebensgrundlegende Rohstoffe wie Wasser verwendet um Menschen materielle Sicherheit und körperliche Gesundheit vorzuenthalten oder sie marktpolitisch zu erpressen. Das Konzept der Gegnerschaft (alkoholisch) wird durch das Konzept der Verbundenheit (hydrologisch) ersetzt, der Kampf um Wasserrechte steht stellvertretend für einen Wandel im Inneren des Menschen. 

weiter Infos: http://www.im-plan-tat.at/raumgreifend